Fit im Büro statt Burnout & Co.

Die Krankenstände in Firmen und Unternehmen steigen fortwährend in die Höhe und nehmen ein Ausmaß an, das alarmierend ist. Dafür sind nicht nur die saisonalen Grippeviren im Herbst und Winter verantwortlich. Die Krankmacher Nummer 1 heißen: Stress, Überlastung und Erfolgsdruck.

Aufgrund der zunehmenden Entwicklungen im technologischen Bereich wird von einem Arbeitnehmer gefordert, immer schneller, flexibler und multimedialer zu reagieren und zu handeln. Chronisch überfüllte Email-Posteingänge, unausgeschlafene Mitarbeiter und Mobbing im Kreis der Kollegen sind nur wenige Kennzeichen des Büroalltags vieler Arbeitnehmer. Dass irgendwann die Seele und der Körper schlapp machen und nicht mehr funktionieren, ist nur noch eine logische Konsequenz des Ganzen.

Um den körperlichen und psychischen bzw. psychosomatischen Folgeerkrankungen entgegenzuwirken, wird selbst der Staat aktiv und appelliert an das Verantwortungsbewusstsein der Arbeitgeber, für die körperliche und seelische Gesundheit seiner Mitarbeiter zu sorgen und eine bestmögliche Vorsorge sicherzustellen. In einer stressfreien Umgebung arbeitet es sich nicht nur entspannter, sondern auch motivierter, zufriedener und weniger fehlerhaft. Dadurch steigt die Produktivität, was letztlich auf diesem Wege viel natürlicher erreicht werden kann als durch die Erhöhung der Arbeitsbelastung und Aufgaben.

Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung werden Maßnahmen ergriffen, die das seelische und körperliche Wohlbefinden der Arbeitnehmer in den Fokus rückt und dabei alle Aspekte des Lebensumfeldes (also nicht nur den Arbeitsplatz an sich) miteinbezieht.  Die Maßnahmen werden zum Teil von den Krankenkassen bezuschusst. Die klassischen Methoden umfassen eine ergonomische Anpassung des Arbeitsplatzes, Rückenschule, Massage und viele weitere Konzepte und Techniken. Häufig bieten Physiotherapeuten, zum Beispiel die Physiotherapie Praxis Detmold, diese Maßnahmen als private Dienstleistung an.

Dass die Krankenkassen die Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung fördern und unter Umständen auch bezuschussen zahlt sich am Ende deutlich aus. Anstatt später teure Krankenhausaufenthalte und Rehabilitationsmaßnahmen im Krankheitsfall zu zahlen, lohnt es sich, die Wurzel allen Übels sofort anzugehen und soweit möglich zu beseitigen. Statt Fehlhaltungen und chronische Verspannungen, die Hüftbeschwerden, Rückenschmerzen und aufwändige Operationen nach sich ziehen, wird statt dessen der Rücken gestärkt, die Muskulatur und die Seele entspannen sich und das Arbeitsklima verbessert sich.

 

Gymnastikball im Büro

Wer viel im Büro oder zu Hause am Schreibtisch sitzt, weiß es nur all zu genau – langes Sitzen geht auf den Rücken und auf die Wirbelsäule. Daher ist es sinnvoll, beim Sitzen öfters mal die Sitzhaltung und Position zu verändern und eine zu große Anstrengung beim Sitzen zu vermeiden. Man spricht vom sogenannten aktiven Sitzen, wenn der Sitzposition mehr Bewegung und Dynamik gegeben wird. Gleichzeitig bedeutet dieses: Komfortabel sitzen. Ein gesunder Rücken wird aktives Sitzen dankbar annehmen.

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Wie sitzt man aber nun am besten aktiv? Ein guter, auf den Körper abgestimmter ergonomischer Bürostuhl kann da Wunder wirken. Als Alternative zum Bürostuhl, kann man auf einem Gymnastikball im Büro am Schreibtisch, am besten mit einem Feststellring, besonders aktiv und komfortabel sitzen. Ein Gymnastikball kann zwar einen guten Bürostuhl nicht ersetzen, aber ihn wunderbar ergänzen. Auf einem Sitzball benötigt man eine ständige Muskelanspannung, um richtig den Körper auszubalancieren. Über einen sehr langen Zeitraum wird das zu anstrengend. Wechselt man aber vom Bürostuhl zum Gymnastikball öfters hin- und her, trainiert der Sitzball im regelmäßigen Einsatz die Rückenmuskulatur und beugt langfristig Rückenproblemen vor.

Sitzen ist nicht gleich sitzen. Auch nicht auf einem Gymnastikball. Fürs Büro sollte in jedem Fall ein Feststellring verwendet werden. Dann braucht man sich keine Gedanken drüber machen, dass der Ball weg rollen könnte, wenn man sich bewegt und die Sitzhaltung ändert. Die Sitzhaltung ist auf dem Sitzball besonders wichtig. Beide Füße gehören auf den Boden zum Abstützen. Auf dem Gymnastikball sollte aufrecht gesessen werden. Das entlastet die Wirbelsäule und das Becken und stärkt gleichzeitig die Muskulatur. Ein wenig zurück zu lehnen in der aufrechten Haltung ist dabei am besten. Aber die Position kann immer mal wieder gewechselt werden, um auch unterschiedliche Muskelgruppen anzusprechen und das Gleichgewicht zu üben.

Am besten ist es ohnehin, im Büroalltag öfters aufzustehen, ein paar Schritte zu gehen, und sei es, um das Fenster zu öffnen oder einen Tee zu kochen. Betrachtet man den Gymnastikball rein von der wirtschaftlichen Anschaffung fürs Büro, so ist er nicht nur eine relativ günstige Form als alternative Sitzgelegenheit zum Bürostuhl, sondern auch eine sehr aktive Form. Neben der bereits erwähnten besseren Sitzhaltung und des Trainings der Muskelgruppen, macht es auch Spaß ihn zu benutzen. Ein klein wenig auf und ab zu wippen, zu hüpfen oder zu kreisen hält gleichzeitig munter während man die Balance auf dem Gymnastikball hält.